Mauritius ist bekannt für weiße Sandstrände, türkisblaues Wasser und luxuriöse Resorts. Doch die Insel hat noch viel mehr zu bieten. Abseits der bekannten Touristenpfade zeigt sich eine geheimnisvolle Seite: versteckte Wasserfälle, geheimnisvolle Orte und echte Begegnungen mit der Natur und der Kultur der Insel.
1. Die Pyramiden von Mauritius
Abseits der bekannten Pfade von Mauritius liegt ein überraschendes und wenig bekanntes Ziel: die Pyramiden von Plaine Magnien. Diese sieben Stufenpyramiden bestehen aus grob behauenen Basaltsteinen und erheben sich still in einem grünen Tal im Südosten der Insel. Trotz ihres rätselhaften Aussehens handelt es sich um Bauwerke der Neuzeit: Sie wurden in den 1940er Jahren errichtet, als ein Zuckerunternehmen das Land erwarb. Die Pyramiden sind ein faszinierender Ort für Geschichtsinteressierte, Architekturliebhaber und Abenteurer gleichermaßen. Ihr ungewöhnliches Erscheinungsbild und die stille Lage fernab der touristischen Hotspots verleihen ihnen eine geheimnisvolle Aura.
2. Wasserfall Eau Bleue
Im Südosten von Mauritius, unweit des ruhigen Dorfes Cluny, liegt mit dem Eau Bleue Wasserfall eines der authentischsten Naturerlebnisse der Insel. Der versteckt gelegene Wasserfall ist bekannt für sein außergewöhnlich klares, türkisfarbenes Wasser, das inmitten üppiger Vegetation und von Zuckerrohrfeldern gesäumter Landschaft besonders intensiv leuchtet. Wer den kurzen Weg durch das Grün auf sich nimmt, wird mit einem Ort belohnt, der gleichermaßen Ruhe ausstrahlt und zum Verweilen einlädt. Besucher können hier nicht nur die idyllische Atmosphäre genießen, sondern auch im natürlichen Becken ein erfrischendes Bad nehmen. Für Abenteuerlustige stehen zudem geführte Aktivitäten wie Abseilen oder Flusstrekking zur Verfügung, die das Naturhighlight um eine sportliche Komponente erweitern. So zeigt der Eau Bleue Wasserfall eindrucksvoll, wie vielfältig und ursprünglich Mauritius abseits der bekannten Strände sein kann.
3. Vanille-Plantage St Julien D’Hotman
Im Herzen von Mauritius, in der Region St. Julien, befindet sich die „Plantation Vanille St Julien D’Hotman“, eine familiengeführte Vanille-Plantage, die seit 1992 von Selva Chinan betrieben wird. Die Plantage ist ein lebendiges Zeugnis nachhaltiger Landwirtschaft und der reichen Biodiversität der Insel. Besucher können hier bei einer geführten Tour in die Welt der Vanille eintauchen: vom sorgfältigen Handbestäuben der Blüten über die traditionelle Verarbeitung bis hin zur Herstellung von Vanilleprodukten wie Extrakt, Pulver oder Sirup. Umgeben von duftenden Vanillepflanzen und exotischen Gewürzen wie Zimt, Muskat und Pfeffer entfaltet sich der intensive, süße Duft der Vanille.
4. Le Souffleur
An der wilden Südküste von Mauritius erhebt sich Le Souffleur, ein spektakuläres Naturphänomen, das Besucher in Staunen versetzt. An diesem abgelegenen Küstenabschnitt prallt das Meer mit voller Kraft auf die schroffen Felsen, wodurch imposante Wasserfontänen in die Höhe schießen. Besonders bei starkem Wellengang entfaltet der Ort seine ganze Dramatik: Die Gischt spritzt wie aus einem gigantischen Naturgebläse in die Luft, begleitet vom unaufhörlichen Tosen der Brandung.
5. Maison Eureka
Im Herzen von Mauritius, im malerischen Dorf Moka, befindet sich die Maison Eureka, ein prachtvoll erhaltenes Kolonialhaus, das einen faszinierenden Einblick in das Leben des 19. Jahrhunderts gewährt. Errichtet im Jahr 1836 von einem britischen Zuckerbaron, wurde das Gebäude aus edlem Ebenholz und Mahagoni erbaut und zeichnet sich durch seine 109 Türen und Fenster aus. Heute dient die Maison Eureka als Museum und beherbergt eine stattliche Sammlung antiker Möbel, Kunstwerke und Alltagsgegenstände, die das Leben der damaligen Zeit widerspiegeln. Besucher können bei einer geführten Tour durch die liebevoll restaurierten Räume in die Geschichte der Zuckerplantagen und der französisch-maurischen Aristokratie eintauchen.
Fotocredits: Mauritius Tourism Promotion Authority (MTPA), Bamba
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